Samstag, 3. September 2016

Spontanes Sommerwochenende am Achensee und Tegernsee



Der Sommer hat ja noch einmal oder besser gesagt endlich richtig zugeschlagen im August. Wer hätte das gedacht?
Nachdem wir in diesem Sommer überhaupt keinen Urlaub haben und gemeinsame Zeit auch Mangelware ist hat mein Mann letzte Woche vorgeschlagen, übers Wochenende einen Kurztrip an einen See zu machen. An welchen See war dann auch ziemlich schnell klar, es ging also an den Achensee in Tirol, also in Österreich! Da waren wir schon zweimal zu Studienzeiten meines Mannes aber das ist schon so lange her dass ich gar nicht mehr wusste wie schön es dort war.


Da wir also letzte Woche Donnerstagabend erst den Entschluss gefasst hatten am übernächsten Tag, von Samstag auf Sonntag eine Übernachtung zu buchen, war die Auswahl natürlich – v.a. in den Sommerferien –nicht mehr so groß an Hotels. Aber trotzdem haben wir ziemlich schnell ein schönes Hotel mit Zimmern und Appartments gefunden.. nämlich das Hotel Garni Berghof in Pertisau am Achensee.
Wer genauer kucken will, HIER geht’s zur Homepage..

Letzten Samstag früh ging es dann los und mittags waren wir am Ziel.
Das Hotel befindet sich wie schon gesagt in Pertisau und somit am Westufer des Achensees. Es ist wirklich so schön wie es auf den Bildern der Homepage aussah und wir fühlten uns sofort wohl! Die Lage ist sehr gut, zwar nicht direkt unten am See aber unweit der „Karwendel-Bergbahn“ und auch der See ist zu Fuß sehr gut zu erreichen. Die Wirtsfamilie ist auch sehr sympathisch und hat viele Tipps für die Umgebung auf Lager!
Eigentlich hatten wir ein normales Zimmer gebucht, wir wollten ja nur eine Nacht bleiben aber da diese wohl ausgebucht waren wurden wir automatisch auf ein Appartement umgebucht. Das war schon mal ein glücklicher Zufall für so eine spontane Buchung, unser „Zimmer“ war wirklich richtig schön, es war tatsächlich eine kleine Wohnung, sogar einen Balkon gab es.

Aber seht selbst, hier kommen ein paar Bilder dazu:







Hier unser Appartment:



 


Ausblick vom Balkon auf die Frühstücksterrasse (beim Frühstück mit Stühlen,Tischen bestückt)

Ausblick vom Zimmer - Sofa


Hotel-Flur erster Stock



Da wir uns einfach ein wenig übers Wochenende erholen wollte, beschlossen wir an diesem Tag nur zum See zu fahren und die Sonne und den See zu genießen. Zum Wandern war es mit knapp 30 Grad ohnehin viel zu heiß. Also machten wir uns auf den Weg.



Dabei trafen wir immer wieder auf Läufer, denn an diesem Tag fand zufällig der Karwendel-Marsch statt. Nähere Informationen dazu HIER
und DORT .
Hier werden 35 bzw. 52 Kilometer von den Läufern und Wanderern zurückgelegt, von Scharnitz bis an den Achensee.
Unser Weg vom Hotel zum See führte direkt am Zieleinlauf und dem letzten Endspurt entlang. Das war auch mal spannend zu beobachten. Ich habe allergrößten Respekt vor den Teilnehmern!






Natürlich hatten die Idee mit dem Seetag an dem Wochenende ziemlich viele Leute so dass es am offiziellen Strandbad in Pertisau natürlich ziemlich voll war aber das hat in keinster Weise gestört. Man war von diesem herrlichen Bergpanorama und dem wunderschönen See so abgelenkt dass es einem fast egal war wieviel an dem Tag los war. 





Bei dem Strandbad gibt es auch Toiletten und einen Kiosk mit leckeren Snacks (z.B. Pommes, Burger, Kuchen), kalten Getränken und natürlich Eis, also alles was man an so einem Tag braucht ;)

Wir waren auch wirklich mutig und waren sogar ein paar Mal im See baden. Man muss nämlich dazu sagen dass es im Achensee einigermaßen frisch ist.
Im Sommer wird der Achensee laut Auskunft im Hotel zwischen 16 und 20 Grad „warm“. Aktuell sollten es wohl so bis 18 Grad sein, was daran lag dass der Sommer sich dieses Jahr nicht so fleißig zeigte und den See dann dementsprechend auch nicht so stark aufwärmte.
Aber man muss sagen, wenn man sich mal überwunden hat und ein paarAugenblicke schwimmend im kalten Wasser verbracht hat, ging es eigentlich. Der erste Kälteschock war schlimm aber danach konnte es nur besser werden ;)
Sogar Männer aus der Region, die Bergseen wohl gewohnt sein sollten, standen neben mir zitternd im Wasser und meinten im herrlichsten Akzent: „Bist du deppert is des friiiiiisch“ :))
An diesem Strandbad gibt es viel für Kinder, viele Kletterschwimminseln im See, an denen sie sich austoben konnten. Irgendwie waren die Kleinen unempfindlicher auf das kalte Wasser wie die Großen so dass hier fleißig geplanscht wurde.

Das Wasser ist hier übrigens wirklich glasklar. Selbst im tiefen Wasser kann man bis zum Grund sehen, die Steine sind überhaupt nicht glitschig oder ähnliches, es ist absolut angenehm. Es ist sogar so sauber, dass man die kleinen Fische lupenrein erkennt, die sich so ab und zu mal auch im niedrigeren Wasser tummeln. Einer davon war wohl sehr neugierig und schwamm mir, als ich dann ganz ruhig stehen geblieben bin ständig zwischen die Füße und umkreiste sie, was ich anfangs etwas gruselig fand. Aber er schien einfach nur neugierig zu sein, irgendwann hat er sich dann doch wieder getrollt. 

 



Etwas später leerte es sich dann wie man sieht ein wenig und es wurde langsam ruhiger, so dass man den See weiterhin richtig genießen konnte.
Es war einfach herrlich hier, der Tag war wunderschön und es hat sich absolut gelohnt hier runter zu fahren.










Abends machten wir uns dann auf die Suche nach einem Restaurant. Wir waren etwas später dran, so kurz vor 21 Uhr waren wir dann im Ortskern denn wir hatten noch einen ausführlichen Abendspaziergang um und durch den Ort gemacht. Dabei sind wir auch am Ufer entlang geschlendert, das war wirklich herrlich, seht mal:




Was wir leider nicht wussten: bei fast allen Restaurans schloss die Küche um 21 Uhr.. das hatten wir nicht gewusst und waren auch sehr erstaunt, schließlich war ja noch Hauptsaison und wir waren verwundert warum hier scheinbar alle Leute so früh schon essen gehen.

Nachdem wir uns durch ein paar Restaurants gefragt hatten, erfuhren wir, dass es wohl noch ein italienisches Restaurant gab, bei dem die Küche bis 22 Uhr geöffnet hatte. Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Dabei entdeckten wir noch  ein Restaurant das noch offen hatte aber das sagte uns nicht so zu.
Der Italiener sah von außen sehr einladend aus, an dem waren wir als wir losgelaufen sind schon vorbei gekommen, der befand sich nämlich in der Straße, in der auch unser Hotel war, allerdings viel weiter vorne.
Hier suchten wir uns ein Plätzchen und so wurde es noch ein ganz netter Abend. Das Knoblauchbrot und die Pizzen die wir bestellt hatten, waren sehr lecker und so ließen wir den Abend gar ausklingen.


 
Am nächsten Tag frühstückten wir erstmal in Ruhe. Das Frühstück im Hotel war sehr gut. Es gibt ein kleines aber leckeres Frühstücksbuffet und zusätzlich kann man noch Kleinigkeiten, wie z.B. ein frisch gekochtes Ei, direkt bei den Wirtsleuten bestellen. Die beiden sind wirklich sehr nett und der Frühstücksraum und die Terrasse, auf der wir frühstücken konnten, sehen sehr gemütlich aus. Man fühlt sich hier direkt wohl. Hier nochmal ein paar letzte Eindrücke vom Hotel









Anschließend checkten wir schon aus, wir hatten ja nur eine Übernachtung gebucht und machten uns auf den Weg mit dem Auto Richtung gegenüberliegender Uferseite.
Vorher hielten wir aber in Pertisau nochmal am Ufer, denn da gibt es einen kleinen Aussichtsturm direkt am See. Da sind wir noch kurz hoch und haben den Ausblick auf den See und die umliegenden Berge einschließlich Bergbahnstation genossen.




















Weiter ging es dann auf die andere gegenüberliegende Seeseite. Dort soll es mehrere Bademöglichkeiten geben. Wilde Strände gibt es wirklcih sehr viele aber wir wollten nochmal ein Plätzchen an dem wir uns evtl auch etwas zu trinken kaufen konnten, da wir ja nichts dabei hatten.


Also fuhren wir zu einem Campingplatz, an dem man wenn man dort baden möchte einfach nur Parkgebühr in Höhe von maximal 5 Euro an dem Tag zahlen muss und Toiletten, Kiosk, Liegewiese usw. alles mitbenutzen darf. Die Aussicht hier ist wirklich herrlich.. den restlichen Tag verbrachten wir dann wirklich durchgehend dort und ließen es uns richtig gut gehen. Man kann hier absolut abschalten und genießen, einfach perfekt für einen Kurztripp!
Aber seht selbst:





mal wieder ein Herz <3
 


Beweisfoto ;)
 

Gegen Frühabend zog dann ein Gewitter auf so dass wir uns langsam auf den Weg machten. Aber das hatten wir ohnehin langsam vor , denn am nächsten Tag mussten wir schon wieder im Büro sitzen – auch wenn wir das in dem Moment irgendwie nicht wirklich realisiert haben, das war gaaaaanz weit weg!

Auf dem Heimweg machten wir noch Halt beim Tegernsee. Hier war wieder richtig tolles Wetter so dass wir noch ein wenig am Seeufer entlang spazierten und die herrliche Aussicht genossen.
Am Tegernsee entlang verläuft übrigens ein richtig toller Panorama-Wanderweg. Wäre wahrscheinlich mal schön den komplett zu laufen. Auch die Route zur Alpenüberquerung vom Tegernsee nach Sterzing, Italien, führt hier ein Stück am See entlang, dies hat uns ein Schild am Seeufer verraten. Aber auch sonst gibt es rund um den Tegernsee ein richtiges Netz aus Wanderwegen, hier würde ich gerne mal wieder zum Bergwandern herkommen. 
























Hier am Tegernsee gibt es einen herrlichen Biergarten und eine wunderschöne Wirtschaft - nämlich das Braustüberl Tegernsee. Früher war es das Bräustüberl der Klosterbrauerei Tegernsee später dann des Herzoglich Bayerischen Brauhauses. Eine wundervolle Location muss man sagen, wirklich wie im Bilderbuch. Aber leider war alles absolut voll und einige Leute warteten auf die nächsten freien Plätze so dass wir dann irgendwann leider doch weiterziehen mussten.
Wir waren vor einigen Jahren hier schon einmal essen, damals war es sehr lecker! Vielleicht klappt es ja beim nächsten Besuch wieder ;) 

Wir fanden dann ein freies Plätzchen im Restaurant des Seehotels Luitpold. Das Restaurant ist sehr gut, das muss man definitiv gleich anmerken.. das Essen hat wirklich eine super Qualität und dementsprechend einmalig gut geschmeckt!
Zwischen Restaurant und der Seepromenade verläuft die Hauptstraße aber von der Terrasse aus hat man beim Essen immernoch einen Blick auf den See. Von dort aus konnten wir dann sogar den Sonnenuntergang beobachten, einfach wunderschön! Ich bin dann ganz kurz mal schnell zum See über die Straße gehuscht weil ich noch ein Foto ohne Autos davor haben wollte. Nur konnte ich da natürlich nicht ewig stehen bleiben während das Essen serviert wird..







Zu essen gab es für meinen Mann ein wunderbares Entrecote vom „Gras fed Wagyu Rind“ mit Country Potatoes und für mich Trüffel-Linguini mit kurz gebratenen Rinderfiletspitzen. Nicht nur ein Augen- sondern auch ein absoluter Gaumenschmaus! Dazu einen selbstgemachten Eistee für mich, leeeeecker!



Nachdem die Sonne komplett verschwunden war und wir die Abendstimmung noch kurz auf uns wirken ließen ging es auch los Richtung Heimat…







 
Mein Fazit: Ein Kurztripp zum Achensee und Tegernsee lohnt sich absolut, man kann sich auch in zwei Tagen zumindest ein wenig erholen und wirklich einfach mal abschalten. Ich hoffe dass es irgendwann den nächsten Kurztripp gibt ;)

Kommentare:

  1. Oh, sieht das schön aus. Da würde ich am liebsten meine Sachen packen und hinfahren. Tolle Fotos hast du gemacht.

    LG
    Sandra

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  2. Danke :)
    Dort ist es wirklich schön, man kann so toll abschalten!

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