Sonntag, 7. Februar 2016

Mount Washington Auto Road - auf den höchsten Gipfel Neuenglands



Am nächsten Tag sind wir etwas verfroren aufgewacht… brrrr… dieses Motelzimmer ist ohne Heizung echt kalt… aber macht nichts, denn der Blick aus dem Fenster verriet uns dass es ein sonniger Tag werden sollte! Juhuu, so haben wir uns das in den White Mountains vorgestellt, ein sonniger Tag in den Bergen!
Da wir ja nicht wussten wie lange wir unterwegs waren und was uns unterwegs alles erwartete hielten wir kurz noch direkt in Gorham beim Dunkin Donats um zu frühstücken… leeeecker, der Kaffee dort war einfach gut, so gefällt mir das, ein Kaffee am Morgen muss einfach immer sein und dazu noch ein Pumpkin-Muffin… was will Frau mehr? Für den Mann gab es einen Bagel mit Ei und Schinken, das sah auch sehr lecker aus!





Dann ging es auch schon los! Unser erstes Ziel auf unserer Must-See-Liste war der Mount Washington. Diesen Berg wollten wir uns unbedingt ansehen und laut unserem Reiseführer gab es da einen tollen Pass, die Mt. Washington Auto Road, die man bis in den Herbst hinein hoch fahren kann. Im Winter ist diese Straße geschlossen, warum, das seht ihr dann später bei den Fotos.. ;) Aber noch war sie geöffnet, also wollten wir da unbedingt hinauf fahren.
Die Sonne begleitete uns auf dem Weg Richtung Mt. Washington Auto Road






Es dauerte gar nicht allzu lange und wir kamen bereits zur Abzweigung.. 

 

Wir zahlten brav unsere Gebühr (diese betrug 28 Dollar für das Auto und einen Fahrer und nochmal 8 Dollar für einen zusätzlichen Mitfahrer, also insgesamt 36 Dollar) um die Straße befahren zu dürfen und erhielten dafür aber sogar ein wenig Info-Material und eine CD. Leider hatte unser Auto keinen CD-Schlitz so dass wir sie leider gar nicht gleich testen konnten.  Dafür erhielten wir aber auch in unserer Papiertüte einen großen Aufkleber auf dem groß stand: This Car climbed Mt. Washington..
Das fanden wir ziemlich witzig. Da wir ein Mietauto hatten konnten wir den natürlich nicht aufbringen ich bin ja am Überlegen, ob ich den nicht auf meinen kleinen Corsa klebe.. mal die Reaktion der anderen Leute testen ;)
Als wir mit unserem Infomaterial versorgt waren gings los.. Mt Washington wir kommen!




Viel Spaß beim Bilder kucken und ein kleines Video von der Fahrt bekommt ihr auch noch.



Wie ihr gleich sehen könnt, konnte man heute schon ein wenig Laubfärbung erkennen. Die Sonne schien einfach wunderbar, es machte total Spaß durch die White Mountains zu fahren, der Wettergott war sehr milde gestimmt!






 

Nach kurzer Zeit erreichten wir bereits einens kleinen Aussichtspunkt.. das was wir hier sahen, gefiel uns schon mal sehr gut!











Die Straße ist manchmal sehr eng aber hier noch geteert.. das wird sich dann gleich ein wenig ändern und dann versteht ihr auch warum diese Straße im Winter gesperrt ist. Laut unserem Reiseführer ist sie immer bis ca. Ende Oktober geöffnet, also sind wir ja noch rechtzeitig hier.
Wohnwägen dürfen hier wohl nicht fahren, aber das wundert mich bei dieser zum Teil sehr schmalen und serpentinenreichen Straße auch nicht.
Die Aussicht war auf jeden Fall wirklich absolut wundervoll! 
  

















 













Der Mt Washington ist ein Berg mit einigen Facetten.. unten strahlt noch alles in bunten Herbstfarben, während man oben dann schon eher eine Art Mondlandschaft vorfindet. Oben sieht man nur noch Felsbrocken und Gestein.

 






 
Und dann waren wir auch schon am Ziel! Bereits am Parkplatz hatte man eine unglaublich tolle Aussicht, wahnsinn! 


Eine Holztreppe nach oben geklettert.. und schon waren wir ganz oben. Hui, hier weht es uns aber um die Ohren!








  
Auf den Mount Washington fährt auch eine Lokomotive, nämlich die Mount Washington Cog Railway. Die Talstation liegt nördlich von Bretton Woods. Die Strecke beträgt ca. 6 Kilometer. Dabei ist eine Steigung von bis zu 25 %, an einer Stelle sogar bis 37 % zu überwinden. Hierbei handelt es sich außerdem um eine von wenigen und weltweit die erste auf einen Berg führende Dampf-Zahnradbahn der Welt. 
Die erste Lok erklomm den Berg bereits im Jahr 1869.

Hier kann man ein Prachtexemplar bewundern, wir durften später sogar noch die Abfahrt Richtung Tal bewundern. Ein sehr schönes Stück finde ich, seht selbst:








Das Wetter hier sollte man vorher auch unbedingt mal prüfen, nicht umsonst heißt es hier wäre das „world´s worst weather“
Das Gipfelwetter entspricht dem des Mount Everest. Die kälteste hier gemessene Temperatur betrug -44 Grad Celsius.
Es ist auch extrem windig hier oben. Das durften wir auch gleich selbst richtig spüren. Trotz Flies- und Wanderjacke oben drüber war es wirklich extrem kalt hier oben und soooo windig.  Die Windstärken sind nicht zu verachten, schließlich registrierte die Wetterstation hier oben 1933 mit 372 km/h (oder eben 231 miles/hour die höchste Windgeschwindigkeit, die je außerhalb eines Hurrikans gemessen worden ist. Unser Reiseführer verrät uns noch, dass hier durchaus Temperaturunterschiede von bis zu 40 Grad zwischen Tal und Gipfel liegen können. Unglaublich, oder?
Die Gebäude auf dem Gipfel wurden aufgrund dieser Windstärken auch orkansicher gebaut.
Der Wind hat uns auch ziemlich schnell ausgekühlt, so dass wir uns ins innere der Hütte begeben haben. Zu unserer Freude gab es hier auch Tee und Kaffee. Damit ließ es sich ein wenig aushalten, denn der Teebecher in der Hand wärmte zumindest ein bisschen.





Ein wenig aufgewärmt konnten wir uns dann auch die Bergwelt ein wenig ansehen. Schon beeindruckend hier, die Aussicht war fantastisch wir hatten da wohl richtiges Glück da wir gelesen hatten, dass der Gipfel zu 60 % des Jahres von Nebel umgeben sein soll. 























Von hier oben konnte man sogar das Mount Washington Hotel erkennen. 


Die White Mountains sind übrigens Teil der Appalachen die sich von Kanada südwärts bis zum Bundesstaat Alabama ziehen.  Zu den White Mountains gehören die Presidential Range. Dies ist eine Gebirgskette, deren Gipfel eben u.a. Namen amerikanischer Präsidenten tragen. Als Beispiele wären da zu nennen Mount Franklin, Mount Jefferson oder eben auch Mount Washington. Der Mount Washington ist mit 1917 Metern übrigens der höchste Berg Neuenglands.

Irgendwann wurden wir durch Zischen wieder auf die Lok aufmerksam.. so wie es aussah, fuhren die beiden Loks, die sich gerade hier befanden gleich wieder los Richtung Tal. Das wollten wir uns doch gerne mal ansehen, denn das war hier schon etwas Besonderes.

Erst machte sich Nr 1 auf den Weg… 


Und irgendwann ging es auch für die große rote Lok wieder los.. 





  
Wir waren inzwischen so verfroren dass wir beschlossen haben, langsam wieder weiter zu fahren. Denn wir wollten uns ja heute noch sehr viel ansehen in den White Mountains und hatten noch einiges an Strecke abzufahren.

Es ging also erst wieder zurück über die Mt Washington Auto Road.. nun konnte man das wunderschöne Panorama auch noch einmal in anderer Richtung genießen.. wahnsinn, es war wirklich toll hier oben! 








 

 


 
 











Wir haben also wieder die Abfahrt von der Mt Washington Auto Road erreicht.. 



und da geht es dann beim nächsten Mal weiter.. wir haben ja noch viel vor ;)

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