Samstag, 23. Januar 2016

Von Boston nach Gorham in die White Mountains.. über den Lake Winnipesaukee und Kancamagus-Highway (Teil 1)



Hallo ihr Lieben! 

Nachdem sich meine Magen-Darm-Grippe so langsam -hoffentlich- bald wieder vom Acker macht und ich zumindest wieder Lust darauf habe, hier im Blog weiter zu schreiben, geht es hier weiter mit der nächsten Runde der Neuengland-Rundreise!

Habt ihr Lust?  Ich sags euch... die ganze Woche überwiegend außer Gefecht gesetzt.. das nervt! Umso mehr freut es mich, dass ich mich nun auch wieder mit solchen Dingen hier ablenken kann, denn die letzten Tage hatte ich da wirklich nicht so viel Lust dazu, da war mir alles zuviel.

Wenn ihr von dem trüben Wetter draußen auch grad genug habt, dann kommt doch mit.. es gibt wieder einige Bilder zu sehen und manches zu erzählen.
 
Fortsetzung

Nach einem leckeren und dieses Mal sogar gesundem Starbucksfrühstück ging es los. 

Aus Boston heraus fahren ist auch schon wieder interessant, hier gibt es auch wirklich mehrstöckige Fahrbahnen.. wahnsinn!










Heute lautete unser Tagesziel Gorham. Das ist in den White Mountains und wir haben ein Stückchen zu fahren. Unterwegs wollen wir evtl noch den ein oder anderen Stopp an einem See machen oder vielleicht auch gleich eine kleine Route durch die White Mountains fahren.
In Gorham haben wir ein kleines Motelzimmer gebucht, da sind wir sehr gespannt, das war wirklich sehr günstig und klang bei der Buchung ziemlich schnuckelig. Hoffentlich bestätigt sich das.

Hier unsere Route mal als Überblick 

Außerdem fuhren wir heute wieder in einen neuen Bundesstaat, nämlich New Hampshire. 

Als wir aus Boston draußen waren merkte man ziemlich schnell, dass man hier auf dem Land diese berühmten endlosen Weiten hat. Meilenweit kommt überhaupt nichts, dann mal wieder ein kleiner Ort. Das waren wir bereits aus unserem Urlaub vor ein paar Jahren an der Westküste gewohnt, aber hier war es dann schon insgesamt besiedelter als im Westen, wo man ja ziemlich viel Wüstenlandschaft hat. Natürlich zeige ich euch lieber die Fotos von den besiedelten Gebieten ;)

Die nachfolgenden Bilder sind meist aus dem Auto heraus entstanden, daher ist die Qualität nicht die beste.. aber darum geht es hier ja auch nicht in erster Linie 




 



 








viiiiiiiele Briefkästen!
 





Was mir natürlich auch ins Auge fällt, auch an den nächsten Tagen und einfach überall.. die Kürbisse… wir sind hier in Neuengland… im Herbst… ich würde sagen das ist mein Herbstparadies, ich liiiiebe es einfach!












Unser erstes Ziel das wir angepeilt hatten war Wolfeboro.. hier gibt es einen See, nämlich den größten in New Hampshire, genannt Lake Winnipesaukee. Den wollten wir uns mal ansehen, wenn der quasi eh schon an der Wegstrecke lag. 


Stundenlang nur durchfahren war ja eh nicht Sinn und Zweck einer Rundreise.
Wolfeboro bezeichnet sich selbst als Amerikas ältester Sommerferienort. Es ist ein ganz netter Ort, aber man merkte schnell, hier ist schon absolute Nebensaison. Außer uns war fast keiner auf den Straßen unterwegs.
Da direkt an unserem Parkplatz den wir entdeckt haben auch die Touristeninformation war, gingen wir auch mal kurz hinein. Aber auch hier war schon absolut nichts mehr los.



 
Die Dame in der Touristeninfo war aber sehr bemüht uns trotzdem das Gefühl zu geben, als hätte der Ort nur auf uns gewartet. Sie war wirklich – wie wir es hier inzwischen meist erlebt haben – sehr höflich und total freundlich und zuvorkommend. Als sie mitbekam, dass wir aus Deutschland und sogar Bayern kam, erzählte sie uns gleich ganz begeistert dass sie vor vielen Jahren schon einmal Bayern besucht hat und zwar genau genommen Erlangen. Was für ein lustiger Zufall, dass sie ausgerechnet hier war. Sie hat ganz begeistert von ihrem Aufenthalt dort erzählt und uns gleich mit ein wenig Infomaterial versorgt. Eine Burg könne man hier auch besichtigen, von der aus man einen tollen View haben soll.
Da wir zu dieser doch wieder ein Stückchen weiter fahren hätten müssen, beschlossen wir dann erst einmal zum See hinunter zu laufen. Der war wirklich sehr schön gelegen aber auch hier hatte schon das Meiste geschlossen. Immerhin konnten wir uns bei der längeren Fahrt ein wenig die Füße an der frischen Luft vertreten, das war ja auch schön.
Und wie gesagt, der See lag schon toll, im Sommer ist es hier bestimmt sehr schön.

















Der Ort an sich war eigentlich auch ganz schnuckelig es gab kleine bunte Läden und auch Cafes aber wie gesagt auch hier hatte jetzt sehr viel einfach schon geschlossen.
 

Die schönen Häuser und vor allem die tolle Deko, die mir hier in der USA überall total auffiel, grad jetzt im Herbst, versüßten natürlich den kurzen Zwischenstopp und waren es doch wert angesehen zu werden.



 



Kürbisse :)



  

Die schönen Häuser und vor allem die tolle Deko, die mir hier in der USA überall total auffiel, grad jetzt im Herbst, versüßten natürlich den kurzen Zwischenstopp und waren es doch wert angesehen zu werden. 
 
Hier merkt man auch langsam den Stil Neuenglands, die Kirchen mit ihren Türmen haben es mir total angetan, die sehen einfach total schön aus.

Und an dieser hier fiel mir – ein paar Monate nach unserer kirchlichen Hochzeit und nur noch wenige Tage bis zu unserem 3. Hochzeitstag – dieses Schild hier auf.. ach schöööön :)


Da das Wetter eh nicht das Beste war und hier auch nicht wirklich was los war,  ging es dann weiter Richtung White Mountains.Hätten wir gewusst, dass hier zum Teil Nebensaison wirklich Stille bedeutet, wären wir vielleicht lieber gleich Richtung White Mountains durchgefahren. Allerdings haben wir ja so zumindest den schönen See mal gesehen und bei einer Rundreise, bei der man sich die Zwischenstopps auch erst kurzfristig überlegt, weiß man ja nie genau vorher, was einen erwartet.







Was uns auch hier wieder auffiel – wie schon an der Westküste – hier werden noch Arbeitsplätze erhalten.. seht mal.. bei einer Baustelle stehen bei uns nervige Baustellenampeln.. hier gibt es noch Arbeiter, die den Verkehr regeln. Die stehen hier und halten ein Stoppschild in der Hand und zwar in jeder Fahrtrichtung! Da wird selbst eine Baustelle für uns zum Erlebnis.





Einen kleinen Zwischenstopp gab es dann auch irgendwann unterwegs.. ich musste nämlich sooo dringend mal.. und wie es der Teufel so will.. es kam und kam einfach keine öffentliche Toilette.. irgendwann haben wir einen Supermarkt mitten in der Pampa entdeckt und ein paar andere Läden drum herum.. hier gab es bestimmt eine Toilette…
Die Ernüchterung kam sehr schnell: Kein öffentliches WC!
Aaaaaber!! Ich muss wirklich sagen, ich war wieder sehr positiv von der Freundlichkeit der Menschen hier überrascht, denn ich habe eine Supermarktkassiererin gefragt, ob es hier irgendwo entsprechende Räume gab denn ich musste soooo dringend.. und sie hat mir dann netterweise die Toilette für die Angestellten kurz überlassen, ohne mit der Wimper zu zucken.. Das nenne ich mal kundenfreundlich!! Ich habe mich auch sehr bei ihr bedankt und sie hat uns auch noch ein paar weitere Fragen beantwortet. Wirklich, hier leben so nette Menschen! Wir haben uns dann auch noch eine Flasche Wein und Chips für diesen oder den nächsten Abend und ein Eis für jetzt sofort mitgenommen.. hier musste mein Mann dann kurz zum Auto laufen und meinen Reisepass holen, da ich sonst den Wein an der Kasse nicht bekommen hätte.. da sind sie wirklich streng und das finde ich aber auch gut so!!
Wir haben den Wein dann natürlich gleich in unserem Kofferraum deponiert, da man bei einer möglichen Kontrolle keinen Alkohol im Fahrraum haben darf.. auch das finde ich völlig in Ordnung, man muss es nur wissen, dass es dort wirklcih strengere Vorschriften gibt als bei uns.
Nachdem wir unser Eis verzehrt haben, ging es auch schon weiter..


Wir merken dass wir uns langsam den White Mountains nähern.. 



Außerdem konnten wir das erste Schild das zum Kancamagus-Highway führte, entdecken..


Der Kancamagus-Highway führt durch einen Teil der White Mountains und gilt laut Reiseführer wohl als einer der reizvollsten Strecken Neuenglands. Nun, da kann ich jetzt schon sagen, dass die Strecke wirklich superschön und unbedingt empfehlenswert ist, aber es auch noch andere sehr sehenswerte Ecken in Neuengland gibt. Die White Mountains sollten aber in jedem Fall irgendwie in die Rundreise eingebaut werden.
Den besagten Highway wollten wir in jedem Fall abfahren, man kann da eine richtige Tour mit einigen Stopps an Aussichtspunkten, Wasserfällen usw. machen.
Der Highway 112 – wie er auf der Karte auch bezeichet wird – startet in Conway und geht durch bis Lincoln/North Woodstock.
Von diesem kann man dann die weitere Rundfahrt durch die White Mountains mit sehr vielen reizvollen Highlights im Nationalpark bewundern. Von Wasserfällen über eine tolle Landschaft, malerische Brücken, Wanderwege ohne Ende, Schluchten, Berge, Gondelfahrten usw wird hier auch wirklich sehr viel geboten. An jeder Ecke gibt es View Points, Picknick Areas, es ist einfach toll!

Da es bereits nachmittag war und es im Herbst ja auch eher dunkel wird, wollten wir einfach mal sehen wie lange man die Straße überhaupt abfahren kann (das ist in Nationalparks auch wichtig zu wissen, ob jede Straße wirklich durchgehend offen ist), welche Gebühr zu entrichten ist ob es Mehrtagestickets gibt usw. Also entschlossen wir uns da wir bereits in der Nähe waren, gleich noch das Visitorcenter aufzusuchen.


Der nette Ranger erklärte uns dass wir gleich heute noch die Gebühr dort entrichten konnten und dann heute noch den restlichen Tag und auch den kompletten morgigen Tag nutzen konnten um durch den Nationalpark zu fahren. Das war ja super, denn dann konnten wir doch gleich heute noch ein Stück des Kancamagus Highways abfahren, auch wenn es bald dunkel würde. Aber komplett würden wir es am nächsten Tag ohnehin nicht schaffen und so können wir wenigstens noch ein paar Punkte unserer „Must-See-Liste“ abzuarbeiten!
Er sagte uns auch, dass in den nächsten Tagen ein Wetterumschwung anstand, so dass wir den Tag heute ohne Regen noch ein wenig nutzen wollten.  


Eine Übersichtskarte über die White Mountains bekamen wir auch noch vom netten Ranger, das war wirklich toll! Die konnten wir v.a. morgen dann wirklich sehr gut gebrauchen!


Nun konnte es los gehen, wir fahren auf den Kancamagus Highway.. ich hoffte ja immer darauf auch mal das ein oder andere Tier zu entdecken, aber das wurde leider nichts. Die Schilder ließen darauf schließen, dass hier doch mal das ein oder andere die Straße überquert.. allerdings, wenn so ein Tier dann auf die Straße lief, das wollte man ja auch nicht wirklich, so hat ja alles immer zwei Seiten..






Der erste Stopp den wir hier machten, war bei den „Lower Falls“. Der Swift River bahnt sich hier am Kancamagus Highway desöfteren mal den Weg entlang und hier gleitet das Wasser ziemlich schnell über einige Felsen und Steinbrocken. Zu der Zeit hatte es gar nicht so sehr viel Wasser, so konnten wir ziemlich weitläufig über die Steinbrocken klettern. War auch mal ganz lustig und es fühlt sich hier deutlich anders an als bei uns zuhause in den Bergen.
Da die Sonne schon etwas tiefer stand, erkennt man nicht so gut, dass man tatsächlich schon ein wenig Herbstfärbung hatte.. es war aber trotzdem richtig schön dort!










 





Weiter ging es durch eine wundervolle Landschaft.




Am „Sugar Hill“ hielten wir noch einmal kurz an. Hier merkte man nun sehr deutlich, dass die Sonne langsam einfach zu tief stand um schöne Laub-Bilder zu machen aber einen schönen Ausblick hatten wir trotzdem und irgendwie hat auch diese Tageszeit ihren Reiz!




  
Als nächsten View Point suchten wir uns den „Lily Pond“ heraus. Das sah ja toll aus! Irgendwie hatte man so langsam das Gefühl in Kanada unterwegs zu sein, so stelle ich es mir dort jedenfalls vor.. Man merkt schon dass die Nordost-Küste doch nochmal anders ist als die Westküste Amerikas.
Aber es ist einfach wunderschön hier, die Natur ist wundervoll!











Da es jetzt doch langsam später wurde und wir ja auch noch den Weg zu unserem Motel suchen mussten, beschlossen wir die restliche Route abzufahren um zu unserem Motel zu gelangen. Wir konnten da auch nicht ewig spät einchecken und wollten ja eigentlich auch am nächsten Tag viel hier ansehen, dann auch bei richtig gutem Tageslicht.
Der erste Eindruck war auf jeden Fall schon mal sehr positiv und wir freuten uns auf die folgenden zwei Tage. So langsam kamen wir richtig in Rundreisestimmung.. endlich sieht man mal auch ein wenig das Landesinnere, bisher hatten wir ja nur zwei große Städte besucht.

Aber der Weg ist schließlich das Ziel und so bekommt ihr noch ein paar Eindrücke von unserer Fahrt durch die White Mountains nach Gorham, wo unser Motel wartete. Gorham ist auch nur ein kleinerer Ort und wir waren gespannt, was uns dort erwartete. 










In Gorham angekommen fanden wir unser Motel ziemlich schnell. Wir hatten ein Zimmer im Mt. Madison Inn & Suites, Gorham, gebucht.
Es war eine Anlage mit Zimmern, die alle ihre Türe Richtung Parkplatz hatten. So kannten wir das bereits von zwei Motels an der Westküste.
In einem kleinen Vorgebäude befand sich die Rezeption, die Dame dort war super nett, immer sehr gut gelaunt, hat fast immer nur gelacht und war ziemlich flexibel und nett. Da kann man echt überhaupt nichts sagen. Wir wurden dort sehr freundlich empfangen und aufgenommen. Hier sah es schon sehr gemütlich und einladend aus. Zwar war es kein Luxuszimmer, aber dafür haben wir ja auch nur ein Motel gebucht..

Wir konnten unser Auto quasi direkt vor der Zimmertüre parken, das war hier schon praktisch, quasi wie ein kleines Appartement.
Das Zimmer war sehr praktisch eingerichtet und eben typisch wie ein Motelzimmer. Es gab ein sehr kleines Bad mit Wannendusche, aber für zwei Nächte auch wirklich sehr ausreichend.
Das Zimmer war total schnuckelig und irgendwie auch total romantisch. Einziger Haken: Die Heizung musste man selbst anstellen und nach einer Zeit kam nur noch kalte Luft.. d.h. die Nacht über lief dann keine Heizung mehr und es war so kalt, dass ich mir nachts dann einen Pullover übergezogen habe… brrr… allerdings.. auch wiederum romantisch, weil man einfach noch enger aneinanderkuschelt… ;)  Nun ja, wir waren trotzdem froh, im Herbst hier zu sein und nicht im Winter.. da weiß ich gar nicht, ob man hier überhaupt ein Zimmer buchen kann… oder vielleicht sind die amerikanischen Winterurlauber auch einfach absolut abgehärtet..

 








Nachdem es allerdings schon sehr spät war und wir wirklich Hunger hatten aber nicht mehr viel Zeit uns ein Restaurant zu suchen, weil es ja schon später war, sind wir kurzerhand noch beim großen gelben M eingekehrt.. der geht ja immer und der hat auch wenigstens noch später abends offen und einen freien Tisch. Man merkte auch hier, dass momentan wirklich Nebensaison war, denn es war fast nichts los. Die wenigen Restaurants, die dagegen noch geöffnet hatten, waren bereits brechend voll um diese Uhrzeit.

Zufrieden und müde ging es dann zurück in unser Zimmer, denn wir hatten ja einiges vor am nächsten Tag..  und da geht es dann auch beim nächsten Mal - dieses Mal in kleineren Etappen - weiter!


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