Sonntag, 10. Januar 2016

Ein Tag in Boston.. erster Teil - vom Boston Freedom Trail und Quincey Market


Am nächsten Tag hatten wir nun also einiges vor.  Da wollten wir möglichst viel von Boston sehen, denn morgen wollten wir ja schon weiter fahren.

Wir haben uns daher entschieden den Boston Freedom Trail zu Fuß abzulaufen. Hier lagen einige Sehenswürdigkeiten direkt am Weg und man erfuhr auch ein wenig von Bostons Geschichte. Wie lange man wirklich läuft konnten wir noch nicht ganz abschätzen aber wir wollten einfach mal kucken wie lange wir Lust und Laune dazu hatten, wir waren ja zu nichts verpflichtet und da wir keine Führung o.ä. gebucht hatten, waren wir zeitlich ja absolut unabhängig.



Zuerst nahmen wir uns ein kleines Frühstück aus dem Starbucks direkt in der Hotellobby mit.. so konnte ein Tag meinetwegen jeden Tag beginnen. 




Eines kann ich gleich vorweg nehmen, Museen sieht man auf unseren Bildern meist nur von außen, wir sind keine Museengänger, sondern erfreuen uns lieber am bunten Treiben der Großstädte und bewundern lieber die schönen Häuserfassaden von außen. Wenn es uns nach innen zieht, dann meist aus kulinarischen Gründen. Ausnahmen machen Museen, wenn es sich um Schokolade oder beispielsweise das Deutsche Museum in München handelt. Also eher greifbare Dinge. ;)

Mit unseren Reiseführern namens Dumont, Baedeker und Iwanowski´s  bewaffnet, ging es nun los.

Wieder einmal die Boylston Street entlang kamen wir nun zum Boston Public Garden. Hier findet man eine wundervolle grüne Oase mitten in der Stadt. 














Ein paar Bewohner konnten wir auch gleich ausmachen… die waren aber süß ..








Hier noch ein paar Eindrücke 








Nachdem wir den Public Garden schon einige Zeit durchquert hatten, waren wir auf der Suche nach dem Boston Common. Dieser diente früher erst als Richtstätte, dann als Exerzierplatz, heute als grüne Lunge der Stadt. Dort sollte auch der Boston Freedom Trail beginnen. Der Freedom Trail  führt mal als rot gepflasterte Linie, mal als roter aufgemalter Streifen vom Common bis zum Bunker Hill Document in Charlestown, während er unterwegs  historische Stätten passiert.  Aufgrund des rotens „Fadens“ der sich auf dem Pflaster durch die komplette Stadt zieht, kann man diesem problemlos folgen. Insgesamt hat der Freedom Trail eine Länge von 4,8 Kilometern.. Nun ja, sehen wir mal, wie weit wir kommen..


Unser Problem war nur, dass wir den Anfang erst nicht fanden. Wir fanden aber eine Sehenswürdigkeit, die ziemlich am Anfang des Freedom Trails angesiedelt war, nämlich die goldene Kuppel des State House in Boston. Das State House ist heute Sitz der Regierung und Verwaltung des Bundesstaates Massachussetts.

Eines gleich vorweg, da sind wir dann nicht mehr noch einmal zurück, sondern haben gleich abekürzt, daher gibt es das erste Bild nicht vom offiziellen Anfang, sondern von unserem persönlich erkorenen Anfang, dem State House mit goldener Kuppel.





Also gingen wir eben von dort los und fanden dann nach kurzem Suchen auch schon den roten Faden.. diesem folgend fanden wir dann auch den Anfang am Boston Common einschließlich des Infocenters. Juhuuu, es kann losgehen! 

Infocenter am Beginn des Freedom Trails

der roten "Faden" - wir haben ihn gefunden





Am Infocenter kann man gleich folgende Statue bewundern: Ein Mann auf der Weltkugel mit einem Buch in der Hand und unten drunter steht „learning“. Insgesamt – lese ich später - gibt es drei Figuren, nämlich Learning, Religion und Industry, allerdings haben wir nur diese eine bewusst wahrgenommen.




Die erste Sehenswürdigkeit war das State House mit goldener Kuppel, das wir bereits oben auf den Bildern gezeigt haben. Weiter geht es mit der Park Street Church. Diese wurde 1809 erbaut und 1829 wurde dort die erste Rede von William Lloyd Garrison gegen die Sklaverei gehalten.





Nach der Kirche gelangt man gleich an den Granary Burying Ground. Dies ist der älteste Friedhof der Stadt und Ruhestätte großer Persönlichkeiten wie z.B. John Hancock, Samuel Adams  - beide Mitunterzeichner der Unabhängigkeitserklärung- und auch anderen, die diese Erklärung mit unterzeichnet haben.









Immer wieder entdeckt man unterwegs Bronzeschilder, die den Freedom Trail markieren.




Als nächstes stoßen wir auf das Omni Parker House. Hier wurde das berühmte Boston Cream Pie erfunden… eigentlich wollten wir noch einmal hierher kommen um ein Stückchen zu probieren, das haben wir dann später aber leider nicht mehr geschafft. Nun ja, bereits das ist doch ein guter Grund nochmal hierher zu kommen.. 




Ein paar Eidrücke "dazwischen" 






Weiter geht’s, hier die King´s Chapel..






Ein paar Schritte weiter steht man bereits vor der Old City Hall, zwischen 1865 und 1969 das Rathaus. Davor eine Statue von Benjamin Franklin, er wurde in Boston geboren. Auf dem Grundstück stand auch einmal die erste Schule der Stadt.

  






Wenig später läuft man am Old Corner Book Store vorbei (hier habe ich leider kein Bild) und trifft auch auf das Old South Meeting House mit dem kleinen Kirchturm.  Dieses diente auch als Ort für Bürgerversammlungen.  Hier fand 1773 auch die Rede des Samuel Adams gegen die neuen Teesteuern statt, nach der Tausende von aufgebrachten Bürgern zum Hafen hinunter zogen.. zur Boston Tea Party.




Kurz darauf erreichen wir das Old State House. Direkt vor diesem Gebäude fand 1770 das sog. „Massaker von Boston“ statt, bei dem 5 demonstrierende Bürger von britischen Soldaten erschossen wurden.

Vom Balkon dieses Gebäudes wurde dann 1976 auch die Unabhängigkeitserklärung verlesen.





das kleine alte Schmuckstück zwischen den hohen modernen Wolkenkratzern - das ist Boston.. einfach wunderschön!



Von dort aus gelangen wir nach wenigen Schritten zur Faneuil Hall, einem der ältesten Gebäude Bostons. Es wurde früher als Marktplatz genutzt und dann auch als Ort für Versammlungen. Dort wurden auch einige Reden u.a.  des Samuel Adams gehalten, somit auch wieder ein wichtiger Ort der Unabhängigkeitsbewegung.




Hier gibt es auch wieder einen wunderschönen Platz mit viel Grün außen herum, der zum kurzen Verweilen einlädt. Auch ein Rockbär sorgte hier für Stimmung... der hat echt gut gespielt! ;)




Gegenüber der schönen und schmuckhaften Faneuil Hall sieht man die neue Boston City Hall, also das neue Rathaus… wenn man all die schönen schmucken Altbauten sieht, wirkt diese neue City Hall für meinen Geschmack etwas deplatziert..  oder was meint ihr?

das neue Rathaus... interessanter finde ich da fast die beiden Luftballons oben im Baum.. ;)
Die Faneuil Hall ist aber nur ein Teil des großen Quincy Markets, der insgesamt mehrere Gebäude umfasst.


Hier war es super, ich liebe Markthallen und Markttreiben, v.a. Foodhalls finde ich spitze! In keiner Stadt, in der es solche Hallen gibt, bin ich bisher daran vorbei gekommen, sobald ich sie entdeckt habe. Egal ob beispielsweise in Barcelona bei den Ramblas oder eben hier… 




Hier gibt es den North und den South Market, zwei große Markthallen, eine davon nur mit Essen sämtlichen Köstlichkeiten die man sich nur vorstellen kann.. hier hat man die Gelegenheit, endlich einmal richtige Neuengland-Spezialitäten, wie z.B. die berühmten Lobster-Rolls zu probieren. 









Wir haben uns für eine weitere Spezialität entschieden, eine Newengland Clam Chouder Soup, serviert in einem Brot. Leeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeecker!!! Das ist das Wort das sie am besten beschreibt. Die Suppe ist der Hammer. Es sind u.a. auch Muscheln (also das Fleisch der Muscheln) drin, daher war ich anfangs skeptisch, weil ich Muscheln an sich gar nicht mag… aber die Suppe ist superlecker, das Muschelfleisch passt hier hervorragend, ich könnte mich einfach nur kugelrund an der Suppe essen.

Da wir an dem Tag außer unserem Frühstücksteilchen vom Starbucks noch nichts gegessen hatten (oh doch, einen Obstbecher irgendwo unterwegs..) hatten wir eh total Hunger und da kam diese Foodhall doch wie gerufen!

Wir haben es uns wirklich schmecken lassen und waren nachdem wir ja bisher alles zu Fuß abgelaufen sind, über eine kurze Verschnaufpause auch sehr froh. 

 






Hier gibt es auch süße Wahnsinnigkeiten, anders kann ich es gar nicht nennen… oder was meint ihr zu diesem Traum an Auswahl von Mammuteisbechern, Cupcakes, mit Schokolade überzogenen Früchten? 









Apopros… denen kann ich auch meist nicht widerstehen, so gab es dann als Nachtisch noch eine Schokoerdbeere.. die gibt es nicht nur wie bei uns als ganzen Spieß, sondern auch als einzelne Früchte…. Mjamjam…


Was die Amerikaner ja auch lieben - das haben wir damals schon mit Begeisterung an der Westküste festgestellt - sind Pretzeln... neeeein, das ist also nicht nur bayrisch... oder aber auch: Bayern ist international!! Ich ahnte das ja schon lange! :)

Die Halle an sich sieht auch einfach toll aus, kuckt mal hier:







Auch außerhalb der Hallen gibt es Läden ohne Ende, sogar einen Weihnachtsladen… oh hätte ich doch nur ein kleines Weihnachtskügelchen aus Boston mitgenommen, drin waren wir kurz aber es lag wohl am sonnigen Wetter, dass ich keine Lust hatte, ein weihnachtliches Souvenir mit nach Hause zu nehmen.










Wir sind nun neugierig und kucken auch noch in die Faneuil-Hall, in der es auch wieder schöne kleine Läden und auch Coffeeshops gibt. 

... äh... kann mir mal jemand sagen, warum ich gerade beim Schreiben soooooo Hunger bekomme????












Für den weiteren Weg nehmen wir uns da es ja traumhaftes spätsommerliches Wetter ist, noch einen Ice-Latte to go mit.




Weiter führt der Weg vorbei am Hardrock Cafe... 


.. und auch vorbei am ältesten Restaurant Bostons, nämlich dem Union Oyster House. 









Wir nähern uns nun langsam einem weiteren Platz, an dem wir die Sonne kurz genießen wollen und nochmal eine kleine Pause einlegen möchten um auch u.a. mal zu kucken, wo uns der weitere Weg noch führen soll, denn wir wollen ja auch unbedingt noch zum Hafen kucken und ewig dauert so ein Tag  ja auch nicht.

Mit unserem Ice-Latte lässt es sich hier super pausieren. Wir sind ja schließlich im Urlaub und nicht auf der Flucht, da kann man ein weiteres Päuschen durchaus vertreten! ;)














Wir entscheiden uns durch das italienische Viertel weiter zu ziehen, um dann irgendwann direkt am Hafen anzukommen. Das ist doch ein guter Plan!



Auf geht’s, man erkennt hier sehr schnell, dass man sich im italienischen Viertel befindet.. seht am besten selbst, dann wisst ihr was ich meine, italienische Läden und Restaurants wohin man sieht.. hier würde ich - wenn wir mal wieder nach Boston kommen (und das will ich unbedingt) auch gerne mal essen gehen.







Irgendwann waren wir dann da, am Hafen.. aber da geht es dann beim nächsten Mal weiter!  


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen