Sonntag, 23. August 2015

Märchenhochzeit - Episode 45 - Segne dieses Paar.. hat da ein Pferd gewiehert?



Nach der Kommunion folgte das nächste Gemeindelied, nämlich „Wo Menschen sich vergessen“.. als wir das Lied gemeinsam sangen verlor ich kurz den Text im Kirchenheft.. und stellte fest dass es alle anderen auch nicht weiter singen konnten.. ja super, ich habe nämlich einen Teil der Noten und des Textes vergessen abzudrucken.. ach ja, es leben die kleinen Pannen, aber ändern konnte ich es ja nun auch nicht mehr, also, einfach weitersingen. Ein wenig geärgert hat mich das aber schon..





Anschließend bekamen wir den Segen und darauf folgte das letzte Gemeindelied, nämlich „Segne du Maria“, der Text wieder in einer Hochzeitsversion (.. segne dieses Paar). 



 
Das Lied hat mir sehr viel bedeutet, da wir da Lied früher öfter als Kinder gemeinsam mit unserer leider inzwischen verstorbenen Uroma gesungen haben. Das Lied ist ein Stück Kindheit von mir und meinen Schwestern und meiner Minitante. Das musste daher einfach unbedingt auch an der Hochzeit gesungen werden.

Da es dann ja in der Hochzeitsversion gesungen wurde, passte es auch wieder ganz gut. Bei dem Lied fühl ich mich irgendwie immer so ein Stück in meine Kindheit versetzt.


Nach dem Gemeindelied kam dann das letzte Sängerlied. Das hatte ich mir schon ewig für die Hochzeit gewünscht, nämlich „I say a little prayer for you“. Das Lied wünsche ich mir zu einer evtl. Hochzeit, seit ich damals schon vor viiiiielen Jahren den Film "Die Hochzeit meines besten Freundes" im Kino gesehen habe. Damals habe ich schon gesagt: Dieses Lied wünsche ich mir mal zur Hochzeit.. 

Wir wollten zum Schluss einfach etwas lebendiges und frisches, denn es sollte ja gefeiert werden und Fröhlichkeit ausstrahlen.




Das Lied war sooo schön, die Sängerin und der Sänger sind einfach der Wahnsinn und ich war so glücklich über die Wahl des Sängerpaares. Sie haben absolut unseren Geschmack getroffen und unsere Vorstellungen wirklich mehr als erfüllt.

Wir wurden langsam auch ein bisschen nervös, weil wir wussten, dass ja jetzt der Gottesdienst zu Ende war und nun überhaupt keine Ahnung hatten, was uns vor der Kirche und überhaupt am restlichen Tag so alles erwarten würde.

Was uns wirklich erwartete, das hätten wir beide uns nie erträumen können.

Wir hörten noch das Lied und wippten so ein bisschen im Takt mit und ich wollte mich nun ein paar Mal umdrehen und die Sänger auch mal ansehen. Als ich beide da oben auf der Empore sah, musste ich total grinsen, denn ich mochte die beiden so,  und die Sängerin strahlte mich auf einmal auch total an, ach war das schön!

Als das Lied so gesungen wurde, dachte ich auf einmal: Was war das denn? Ich sagte zu meinem Schatz: Hast du das auch gehört? Er wusste nicht was ich meinte und fragte nur: Was meinst du denn?

Ich sagte: Na da hat doch eben ein Pferd gewiehert, eindeutig! Mein Mann: Nein, da hat doch kein Pferd gewiehert. Wo soll hier ein Pferd sein?

Ich überlegte kurz und meinte: Natürlich hat da ein Pferd gewiehert und hörten dann beide ganz angestrengt, ob wir noch einmal was hören konnten. Doch Fehlanzeige. Kein Wiehern mehr und mein Mann meinte zu mir: „Schatz, du hörst überall Pferde wiehern“ und musste schmunzeln..

Ich musste aber auch lachen, weil ich heute sowieso manchmal so durcheinander war dass ich fest davon überzeugt war mich getäuscht zu haben.


Das Lied endete nun und der Organist übernahm mit der Orgel direkt im Anschluss und spielte eine Verlängerung des Liedes für uns zum Auszug. Der Pfarrer und die Ministranten versammelten sich neben uns, der Pfarrer gratulierte uns beiden schon mal sehr herzlich und meinte dann schmunzelnd zu uns: Den ersten Teil haben Sie jetzt schon einmal überstanden, aber ich glaube da draußen wartet nochmal etwas Großes auf sie.. genießen sie ihren Tag noch und alles Gute für Sie!“





Also stellten wir uns auf und begannen, aus der Kirche auszuziehen.. nichtsahnend was wirklich gleich auf uns zu kam.. (aber das erfahrt ihr erst beim nächsten Mal)..

Fotos: Profifotos H. Pastyrik, Pegnitz ; privat

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