Samstag, 30. Mai 2015

Märchenhochzeit Episode 1



Ein Umweg kommt selten allein über Stock und Stein zum langersehnten Happy End 

Episode 1


Es war nun bereits Mai und mein Kleid und der Anzug hingen wohl behütet und bereit für den großen Tag bei uns zuhause… so langsam wurde es ernst! 
Es gab noch so viel zu tun, durch den ganzen Stress auch in der Arbeit kam ich irgendwie zu gar nichts aber bald hatte ich ja zum Glück Urlaub. Nun ja, die wichtigsten Dinge wie Location, Kirche, Pfarrer, Musik, Kleid, Anzug, Blumenschmuck usw. waren ja bereits lange unter Dach und Fach, was sollte also schief gehen.
Nun fehlten nur noch die Details, wie Kleider für die Mädchen, Kirchenheft, Hochzeitskerze (die ja lange bestellt war) Gastgeschenke, Candybar, Tischkarten,… oh mein Gott… war das noch viel! V.a. beim Kirchenheft biss ich mir regelrecht die Zähne aus.. das war ein Posten der Vorbereitung der mir wirklich viele Nerven, Zeit und Geduld gekostet hat.

Dann gab es auch noch Gastgeschenke… ich hatte nun endlich mal die Marmeladengläser bestellt damit ich auch damit loslegen konnte. Es war wirklich so, dass dann wirklich viele Dinge so im letzten Endspurt erledigt werden mussten weil ich vorher einfach nicht dazu gekommen bin. Aber, ich hatte ja eine Woche und noch einen Tag Urlaub vor mir, das wird schon, da werden eben die Ärmel hochgekrämpelt.

Bis mir einfiel, was eigentlich mit der Hochzeitskerze war.. sollte die nicht schon längst da sein? Schließlich war die Bestätigungsmail über den Auftrag bereits vom 09.April. Es kamen täglich Pakete oder Päckchen.. ich glaube die Postboten und Paketdienste hatten mich in ihrer täglichen Route mittlerweise fest eingeplant. Nur die Kerze ließ auf sich warten.
Und was war eigentlich mit den Kleidern für die Brautmädchen? Da hatte ich bereits im Februar angefragt und die ersten Vereinbarungen mit der Schneiderin getroffen. Bereits im April wurden Stoffproben besichtigt und aus den vorhandenen zwar nicht der Richtige aber dafür eine passende Alternative gefunden. Der Stoff müsste doch langsam  mal da sein, so dass die Mädchen zur Anprobe vorbei gehen sollten. Die Schneiderin hat mich immer wieder vertröstet, dass die Stoffe noch nicht da wären aber bestimmt noch kommen sollten.. es wäre ja noch Zeit! Irgendwann rief ich täglich bei ihr an um nachzuhaken bis ich irgendwann die Nase voll hatte. Zum Glück hatte sich meine Mutter bereit erklärt, das zu übernehmen, da ich echt keine Zeit hatte, der lieben Schneiderin ständig hinterherzurennen. Also nervte sie bei der Schneiderin weiter, bis sie sagte, diese Woche kommen die Stoffe auf jeden Fall und dann kann es losgehen, die Hochzeit ist ja erst übernächste Woche.. Na die Frau hat Nerven!
Gleichzeitig begann das nächste Drama die Oberhand zu gewinnen… Die Kerzendame meldete sich auf meine Nachfrage wo denn die Kerze bleibt die mir seit über einem Monat versprochen war… es tut ihr schrecklich leid, aber sie hat meinen Auftrag leider vergessen… das darf doch jetzt bitte nicht wahr sein..
Die Kerzendame versicherte mir aber, dass sie meine Kerze selbstverständlich sofort dazwischen schieben würde. Naja, davon ging ich ehrlich gesagt auch aus aber immerhin hat sie ja sofort reagiert und alles wird gut… zumindest glaubte ich das.

 

In der Arbeit wurde gleichzeitig alles immer heftiger alles schien sich gegen mich zu verschwören. Es war der absolute Wahnsinn was auch da in den letzten Tagen vor meinem Urlaub anfiel. Ich hatte eigentlich vor, schon mal abends eine erste Ladung Marmelade zu kochen aber dazu kam ich absolut nicht, da ich teilweise sogar erst nach Ende der möglichen Arbeitszeit aus dem Büro ging und abends einfach fix und fertig war.
Meine Stimmung war in der Woche ziemlich am Boden. Allerdings wurde diese endlich  ein wenig aufgehellt, denn ich bekam eine ganz tolle Mail von unserem Organisten, dass mein so sehr gewünschtes Aschenbrödellied doch klappen sollte als Einzugslied. Das Lied merkt euch bitte mal noch, denn das wird nochmal eine entscheidende Rolle spielen..  Der Organist hat sich extra den Notensatz für mich besorgt und das Lied eingeübt. Es war seine Premiere, dieses Lied auf der Orgel bei einer Hochzeit zu spielen. Also ich hörte, dass das nun doch unser Einzuglied werden kann war ich wirklich überglücklich, ich liebe den Film über Alles und tauche da wirklich ab in eine schöne heile Märchenwelt..
Auch das andere Lied, Pachelbel Canon D-Dur, das er für den Einzug alternativ zu lange fand, hat er mir nun vorgeschlagen, für die Kommunion einzuplanen. Da könne er die Länge flexibel handhaben, je nachdem wie lange die Kommunion, das Austeilen dann wirklich dauerte. Das hörte sich super an und ich war glücklich! Jetzt kann das Kirchenheft auch endlich fertig werden weil alle Lieder stehen.
Ich habe mich auch mit unserem Pfarrer noch einmal persönlich getroffen um ein paar Punkte bzgl. des Kirchenheftes mit ihm abzusprechen und er hatte wirklich gute Vorschläge und war für unsere Ideen und Vorstellungen sehr offen. Schon beim Traugespräch wussten wir die richtige Entscheidung getroffen haben ihn zu fragen, ob er uns traut. Nachdem also auch unser Pfarrer alle Wünsche und Vorstellungen so absegnete schien zumindest das nun mal ein positives Ende zu nehmen.
Die Planung ging munter und fleißig weiter, denn es gab ja noch Unmengen zu tun. 
Was uns dann aber plötzlich noch eingefallen ist… wir hatten vergessen uns um die Geschenke für diejenigen zu kümmern, die hier aus dem Ort zum Gratulieren vorbei kommen und Geschenke bringen, was hier ja sehr üblich ist auf dem Land. Ab nächster Woche war damit zu rechnen die ersten Glückwünsche und Geschenke entgegen zu nehmen..  Oh nein.. Unser Wein!! Wir haben den Wein komplett vergessen!


...Fortsetzung folgt...



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