Sonntag, 15. Februar 2015

Apfelstrudel

.. wie ich ihn von Oma kenne

 

Zumindest kommt er diesem ziemlich nahe!! Kennt ihr das? Man kennt ein bestimmtes Gericht von Beginn an.. der Geschmack ist einzigartig, seitdem man denken kann, liebt man ihn.. Von nun an wird jede Variante damit verglichen und verliert dagegen gnadenlos.

Meine Oma hat früher immer Apfelstrudel gebacken, für mich extra ohne Rosinen .. zum Dahinschmelzen!! Den konnte man einfach essen bis man kurz vorm Platzen ist. 
Leider war ich, als sie diesen noch sehr oft gebacken hat, eben wirklich noch ein Kind und konnte mir die Zubereitung des legendären Apfelstrudels - wie Oma Maria ihn gebacken hat - nicht abkucken oder lernen nachzubacken. 
Später war sie leider krank und hat solche aufwändigen Dinge nicht mehr selbst zubereiten können. Leider habe ich damals noch nicht so weit gedacht, es mir von ihr erklären zu lassen, wie sie den weltbesten Apfelstrudel immer zubereitet hat.
Und wie man es von den Großeltern noch so kennt, sie backen und kochen ohne Rezept.
Leider existiert tatächlich von ihr kein Rezept - nicht mal einen Notizzettel oder Ähnliches, dem man das Geheimnis ihres Apfelstrudels hätte entlocken können.

Mittlerweile habe ich selbst schon öfter versucht selbst einen Apfelstrudel zu backen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Im Laufe der Zeit habe ich einige Dinge ausprobiert und heute war es mal wieder so weit. Ich brauche ihn heute einfach.... Zeit für den perfekten Apfelstrudel!
Und ich darf vorsichtig behaupten, den Apfelstrudel langsam so hinzubekommen, wie meine Geschmacksnerven ihn von Kindheit an in Erinnerung haben!

Hier ist das Rezept für den Apfelstrudel, der an den meiner lieben Oma Maria erinnert und ich hoffe sie blickt ein kleines bisschen stolz aus dem Himmel zu:


Zutaten:

270 g Mehl
1 Prise Salz
1 Ei
125 ml Wasser
1 EL Zucker
1/2 Päckchen Backpulver
1 Becher Schmand
4 - 5 Äpfel 
Saft einer halben Zitrone 
Zucker und Zimt
100 ml Milch
1 - 2 Messerspitzen Vanillemark (aus der echten Vanilleschote)
Butter für die Form und zum "Beflocken"
nochmal ein wenig Mehl zum Teig ausrollen/kneten, falls der Teig noch klebrig ist

Zuerst die Äpfel schälen und in kleine Scheiben schneiden, mit dem Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
Mehl, Salz, Ei, Wasser, Zucker, Backpulver zuerst mit dem Knethaken mischen dann ordentlich mit den Händen kneten. Hierbei benötigt man eventuell noch etwas Mehl, da es sonst klebt.

2 Hälften machen und dünn ausrollen. Schmand mit einem Teelöffel auf dem Teig verteilen. 



Die Äpfel auf dem Teig verteilen und nach Belieben mit Zucker und Zimt bestreuen. 



Zusammenrollen und in die gefettete Form (z.B. Auflaufform) legen.



 Von einer Vanilleschote ca. 1/4 abtrennen und das Vanillemark ausschaben, in die Milch geben und schön verrühren, damit sich das Mark einigermaßen gleichäßig in der Milch verteilt. 

Butterflocken gleichmäßig über den Strudeln verteilen und die Milch darüber gießen (ich hatte 100 ml, diese haben genau ausgereicht). 



Bei Bedarf während des Backvorgangs etwas Milch nachgießen (je nach Bedarf, bei mir hat die Milch heute genau ausgereicht, es soll ja keine Soße mehr übrig bleiben, durch die Butterflocken trocknet der Strudel auch nicht so arg aus beim Backen). In den Backofen damit und bei 170 Grad (Ober-/Unterhitze) ca. 45 Minuten gar werden lassen.





Gutes Gelingen und guten Appetit!
 
 


Samstag, 14. Februar 2015

Happy Valentine

Alles Liebe zum Valentinstag

Jedes Jahr am 14.Februar ist Valentinstag und die Welt wird rosarot und romantisch, wohin man auch sieht.
Aber woher kommt das eigentlich? Viele sagen, der Tag sei einfach ein Tag für die Blumen- Pralinen- und Geschenkeindustrie.. aber muss das so sein?

Ich habe mal ein bisschen im World Wide Web gestöbert.. 

Dabei habe ich herausgefunden, dass der Tag wohl nach dem Heiligen Valentin benannt worden sei. 
Im dritten Jahrhundert nach Christus soll der Bischof Valentin von Terni gelebt haben, der als christlicher Märtyrer starb. Er soll verliebten Menschen, die an seinem Klostergarten vorbei gingen, Blumen geschenkt haben. Außerdem habe er Verliebte christlich getraut. Er habe den Männer empfohlen lieber bei den Frauen und Kindern zu bleiben, als in den Krieg zu ziehen.
Auf Befehl des Kaissers Claudius II. wurde er deshalb und wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.
Bevor Bischof Valentin enthauptet wurde, soll er der Tochter des Gefängniswärters noch einen Liebesbrief geschrieben haben.
Der Sage nach soll sein Todestag am 14. Februar 269 gewesen sein.

Einen weiteren Ursprung für den Valentinstag gibt es auch: Im alten Rom soll am 14. Februar der Göttin Judo, der Schützerin der Ehe und Familie, gedacht worden sein.

Valentin ist übrigens auch der Patron der Jugend, der Verlobten, Reisenden, Imker, für eine gute Heirat, gegen die Pest.

 Quellen: Wikipedia, Focus, kirchensite.de, Google


Mein Mann hat mir heute auch 5 wunderschöne rote Rosen geschenkt, die er gestern Abend schon besorgt und versteckt hat.. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Und habe gleich ein paar Bilder gemacht, bevor sie verwelken..



















Euch allen noch einen schönen Valentinstag!

Sonntag, 8. Februar 2015

Nico - Erinnerungen

Ein Engel auf vier Pfoten..

Ein Eintrag bei Facebook über eine Geschichte eines Mädchens das ihre Hündin verloren hat, veranlasst mich zu einem weiterenBlogeintrag am heutigen Abend.

Es geht um ein Mädchen, dessen Hündin gestorben ist. Das kleine Mädchen schreibt zusammen mit ihrer Mutter einen Brief an den lieben Gott, dass ihr Hund bald im Himmel ankommt und sendet ein Bild ihrer Hündin mit, damit er sie erkennt und er sich um die Hündin kümmern kann, was ihre Hündin gerne mochte und dass sie sie schrecklich vermisst. Der Brief wurde frankiert abgeschickt und als Absender stand die Adresse des Mädchens drauf.

Ein wenig später kam tatsächlich ein Paket bei dem Mädchen an mit dem Foto des Hundes und einem Buch, das vom Abschied eines geliebten Haustieres handelt. Das Buch sollte dem Mädchen helfen den Tod und Verlust ihrer geliebten Hündin zu verarbeiten.


Ich selbst war auch vor ziemlich genau 3 Jahren in einer ähnlichen Situation. Am 25.01.2012 musste ich meinen über alles geliebten Hund und besten Freund "Nico" gehen lassen. Er hatte von klein auf Epilepsie, was wir mit Medikamenten gut im Griff hatten. Als er 13 Jahre alt war, begann leider ein Teufelskreis von verschiedenen Krankheiten/Medikamenten und Altersbeschwerden, so dass die epileptischen Anfälle zunahmen und durch die über 10Jahre lange Medikation die Organe leider vorgeschädigt waren.
Nachdem es ihm zunehmend schlechter ging - der letzte Anfall von ca. 20 Minuten war in seinem Alter einfach zu heftig und er erholte sich nicht mehr richtig davon - drohte ein multiples Organversagen so dass ich am 25.01.2012 schweren Herzens beim Tierarzt den schlimmsten Entschluss meines Lebens fassen musste und meinen geliebten besten Freund einschlafen ließ. Mir riss es den Boden unter den Füßen weg ich hatte das Gefühl in ein endlos schwarzes Loch zu fallen und die Zeit blieb irgendwie stehen. Die Bilder dieses Momentes werde ich wohl mein Leben lang nicht vergessen.
Zum Glück konnte ich ihn dann nach anfänglichem Schock letztendlich trotzdem noch beerdigen und musste ihn nicht komplett weggeben.
Alleine diese Vorstellung hat mir das Herz zerrissen. Ich habe mich gefühlt wie ein Verräter.

Am 27.01.2012 konnten wir ihn also beerdigen. Seltsamerweise war das damals der Tag an dem es anfing zu schneien und über Nacht lag dann ein halber Meter Schnee auf seinem Grab. Danach war es einige Wochen bitterkalt und es schneite wie verrückt. Damals dachte ich wie gut, dass wir das noch geschafft hatten. Hätte ich ihn nicht mehr beerdigen können, ich wäre wohl schier durchgedreht.

Dieses Bild hier hat mein Patenkind damals für mich gezeichnet. Ein schöneres Geschenk hätte ich nicht bekommen können, es ist das schönste Bild, das ich jemals bekommen habe.


Damals ging es mir lange Zeit sehr schlecht und ich bin im Internet auf ein ähnliches Buch gestoßen wie das, das dem Mädchen zugeschickt wurde.
Es heißt "Mehr als nur ein Hund" und ist von Anne Seven.



Das Buch ist sehr schön gemacht und kann ich wirklich jedem empfehlen, der mit so einem Verlust umgehen muss. Es ist wie eine Art "Erinnerungsbuch" aufgebaut. Verschiedene Gedichte und Geschichte rund um den "Freund" und "Mitbewohner" Hund sind enthalten und man kann einige Dinge angeben, z.B. wie man damals mit dem Hund zusammenkam, man kann Fotos einkleben, man kann Vorlieben/Besonderheiten usw. des eigenen Hundes eintragen, alles zur Erinnerung.
Ich habe nicht viel eingetragen, aber jedes  Mal wenn ich das Buch zur Hand nehme - heute war es mal wieder so weit - kann ich in meinen Gedanken alles beantworten und selbst wenn mir eigentlich grad die Tränen über das Gesicht laufen muss ich doch hin und wieder schmunzeln, weil mir bestimmte Momenente zusammen mit meinem Nico einfallen, die besonders lustig, besonders lebsam, besonders aufregend oder einfach besonders waren.




Ein Spruch, der mir besonders gut gefällt ist dieser hier:

"Ein guter Hund stirbt nie - er bleibt immer gegenwärtig. 
Er wandert neben Dir an kühlen Herbsttagen,
wenn der Frost über die Felder streift
und der Winter näher kommt,
sein Kopf liegt zärtlich in Deiner Hand 
wie in alten Zeiten."
- Mary Carolyn Davies


Es gibt immer wieder Situationen, egal ob einfach zu Hause, oder draußen, beim Spazierengehen, im Garten, beim Pferd, egal wo... da denke ich er huscht gerade ums Eck oder läuft grad neben mir her oder lag doch da grad im Moment.. Ich weiß nicht ob das Wunschdenken ist oder er tatsächlich noch bei mir ist. Ich würde es mir aber sehr wünschen.

Ich wünschte, ich hätte Nico länger bei mir haben können und er wäre immernoch hier bei mir. Ich vermisse ihn oft noch sehr. Ich bin aber auch absolut dankbar für die gemeinsame Zeit die wir haben durften. Er ist mir in sehr vielen entscheidenden Lebenssituationen treu zur Seite gestanden und manchmal glaube ich ein Engel hat ihn mir geschickt.

Lieber Nico, ich werde dich nie vergessen, du wirst immer in meinem Herzen bleiben!










































































Die ganzen Bilder mal wieder anzukucken ist richtig schön. Demnächst wird es eine Fortsetzung geben mit weiteren Bildern..

Ich denke Nico hat so eine besondere Stellung in meinem Leben eingenommen, dass es da nicht nur einen Post bedarf.. ein zweiter wird demnächst sicher noch folgen, den es gibt noch mehr schöne Fotos von ihm aus unserem gemeinsamen Leben.